30. Mai 2007
Seit Beginn der Lärmbelästigungen durch den Gewerbepark gab es immer wieder Diskussionen
über die Lautstärke und Art der Störungen. "Nachts oder an Sonn- und Feiertagen hört man
das eben besser, weil es allgemein ruhiger ist". So oder ähnlich waren die Aussagen von
nicht betroffenen Personen, bis hin zu "ich höre nichts".
Seit Anfang Mai verfügt die BI-GP über eigene Messmittel, wodurch der subjektive
Faktor endlich ausgeschaltet wird.
Die nachfolgend abgebildeten Messungen wurden auf dem Balkon der Familie Ohnemus durchgeführt. Das obere Diagramm zeigt den Verlauf des Schalldrucks im Zeitraum Mittwoch, 30. Mai 2007 22:45 Uhr bis Donnerstag, 31. Mai 02:00 Uhr. Die Messung wurde frequenzbewertet, die Angabe erfolgt also in dB(A). Die "Spitzen" bis 65 dB(A) stammen von durchfahrenden Zügen.
Darunter sind die Frequenzanteile (Spektrum) um 01:00 Uhr sowohl mit A-Bewertung als auch mit C-Bewertung dargestellt. Der aktuelle Pegel betrug zu dem Zeitpunkt 50.9 dB(A) bzw. 58.2 dB(C). Das Spektrum zeigt eindeutig KEINEN durchfahrenden Zug! Das Maximum liegt bei 238 Hz.
Der Schalldruck in unserem Spektrum wird auf 2 mPa (Milli-Pascal) bezogen - dieser Wert entspricht 40 dB. Weil nicht jeder mit logarithmischen Darstellungen vertraut ist, bevorzugen wir lineare Achsen. Ein Wert von 2 bedeutet hier also einen Schalldruck von 4 mPa bzw. 46 dB (nicht zu verwechseln mit "doppelte Lautheit").
30. Mai auf 1. Juni 2007
Die nachfolgend abgebildeten Messungen wurden auf dem Balkon der Familie Ohnemus durchgeführt. Die Kurve zeigt den Verlauf des Schalldrucks im Zeitraum 04:30 bis 05:30 Uhr. Die Messung wurde frequenzbewertet, die Angabe erfolgt in dB(A).
Die "Spitzen" bis 65 dB(A) stammen von durchfahrenden Zügen. Der mit einem blauen Kreis gekennzeichnete Peak (bei 5:19:21 Uhr) stammt allerdings von einer anderen Lärmquelle. Dies wird in den folgenden Diagrammen erläutert. Interessant ist der Pegelabfall zum Ende der Aufzeichnung (gegen 05:25). Diese Messung untermauert unsere Beobachtung, dass es nachts manchmal tatsächlich lauter zugeht und wir uns das nicht einbilden, "weil man nachts eben alles besser hört"!
Das folgende Diagramm zeigt das Frequenz-Spektrum in dB(A)! zu dem angegebenen Zeitpunkt. Die Spitze liegt bei 60.1 dB(A) (richtig: A bewertet!), Allerdings "nur" knapp eine Minute lang. Der typische Frequenzpeak bei 238 Hz deutet auf den möglichen Verursacher hin.
Zum Vergleich zeigen wir das typische Frequenz-Spektrum eines durchfahrenden Zuges. Die Frequenzanteile liegen deutlich im Bereich 350 bis 650 Hz und darüber: